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Apr 01

87. Pfälzischer Schachkongress in Landau: Versöhnlicher Abschluss für Olaf Nazarenus im MTA

Im MTA hatte sich Olaf Nazarenus sicher mehr vorgenommen. Bis zur Schlussrunde hatte er lediglich ein Remis gegen Oleg Yakovenko erzielen können.

Doch in der Schlussrunde gab es gegen Lorenz Busch immerhin noch einen versöhnlichen Abschluss des Turniers, denn Olaf konnte diese Partie gewinnen.

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1 Kommentar

  1. Olaf

    Es gibt Turniere, da läuft es einfach nicht. Das war so eines. Ich habe insgesamt wirklich gutes Schach gespielt. Nur wie sagte ein Schachweltmeiser einmal: “ es genügt nicht nur gut zu spielen, man muss auch noch gewinnen“: Das traf es für das Turnier dann genau.

    Gut , in der 1. Runde gegen Syrow war ich echt chancenlos. 2. Runde gegen Heider, war das Endspiel eher besser für mich, aber irgendwie hat er mich dann noch befuddelt. Hier war ich mir vielleicht des Remis zu sicher. Martin hat ja nicht umsonst nach dem Turnier über 2.400 ELO !!

    3. Runde gegen Bärwinkel habe ich dann in der Eröffnung wirklich gut und scharf gespielt. In Zeitnot dann leider die Partie weggeworfen.So wie dann in der vorletzten Runde auch gegen Lambert.

    4. Runde gegen Yakovenko dann im Endspiel einen Bauern mehr, aber irgendwie war es einfach nicht zu gewinnen. 5. Runde gegen Müller dann meine schlechteste Partie , da gabs nichts zu holen. Ich dachte noch, daß das T Endspiel mit Minusbauern haltbar wäre, war aber nicht so. Meine Bauernstruktur war einfach zu schwach

    6. Runde gegen Muranyi mit Weiss. Im Mittelspiel habe ich dann die Qualle gegen einen Bauern gewonnen. Leider oder zum Glück ist Material nicht alles im Schach. Meine geschwächte Bauernstruktur und fehlende offene Linien für die Türme machten mir dann schnell klar, daß ich eher schlechter stehe und ums Remis kämpfen muss. Mit dem Gewinn der Qualle hätte ich wohl remis anbieten sollen, auch Muranyi war das nicht so klar, daß das Endspiel besser ist für ihn.

    Dann kamen die „schlagbaren Gegner“ in den letzten 3 Runden. gegen Mike Martin eine total verkorkste Eröffnung und schon schnell stand ich total pleite. Dann aber hat Mike ein paar gute Gewinnchancen ausgelassen und ich konnet in ein Endspiel T+ Läuferpaar + Mehrbauern gegen 2x T und Läufer abwickeln.

    Leider war hier einfach meine Königsstellung zu schwach und das Läuferpaar konnte nicht richtig Kraft entwickeln. Das Endspiel mit Minus Qualle war dann einfach verloren.

    8. Runde gegen Lambert. Ich hatte ihn im Übergang von der Eröffnung ins Mittelspiel eigentlich überspielt. Dann eine Figur gegen 2 B geopfert , aber ganz viel Zeit verbraucht. Ab dem 22. Zug dann nur noch das Increment und dann die Dame eingesperrt bekommen. Das war ein verschenkter Punkt

    Dann die letzte Runde. So eine Partie spielt man nur einmal im Leben ! Dieses Mal habe ich mich auch von der Zeitnot nicht kirre machen lassen. Daß der Bauer auf f2 dann 6 Züge später über e5,f6+g7 matt setzt, das gibts wohl niemals mehr. Die Schlußstellung dann ich T+L , er D+T und der Bauer setzt ohne Umwandlung im Paar mit den h7 Bauern matt. Dafür spielen wir Schach.

    Hier möchte ich auch noch mal die Fainess des Gegners Lorenz Busch erwähnen, der das Matt ja gesehen hat und mir das gegönnt hat und bis zum Matt weitergespielt hat. Auch für solche fairen Gesten spielt man den Pfälzischen Schachkongress.

    Auffällig war die schlechte Schwarz Perormance mit 0/5, dagegen mit W 1,5/4 nicht so schlecht, die häufige Zeitnot, die wohl auch dem Niveau und der gänzlich fehlenden Vorbereitung (eigentlich hatte ich mir Urlaub genommen, aber meine Assistentin ist seit 3 Wochen krank) geschuldet.

    Insgesamt war es schon eine tolle Sache, mal wieder MTA zu spielen. Nächstes Jahr steige ich wieder auf ))))

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